Einführung
In Industrieumgebungen, in denen brennbare Gase, Dämpfe oder Staub vorhanden sind, ist Sicherheit ein entscheidendes Anliegen. Das Explosionsrisiko muss durch die richtige Auswahl der Ausrüstung und die Einhaltung von Sicherheitsstandards minimiert werden. Die ATEX-Richtlinie (Atmosphères Explosives) ist ein europäischer Regulierungsrahmen, der Geräte und Schutzsysteme regelt, die für den Einsatz in potenziell explosiven Atmosphären vorgesehen sind.
Um die Betriebssicherheit und Konformität zu gewährleisten, ist es wichtig, die ATEX-Zonen zu kennen und die geeigneten Motortypen für diese Gefahrenbereiche auszuwählen. Dieser Artikel enthält eine detaillierte Erläuterung der ATEX-Zonen, der Klassifizierung von Gefahrenbereichen und der für jede Zone geeigneten Motortypen.
ATEX-Zonen verstehen
ATEX-Zonen werden anhand der Häufigkeit und Dauer des Vorhandenseins explosionsfähiger Atmosphären klassifiziert. Diese Zonen helfen bei der Bestimmung des Schutzniveaus, das für elektrische und mechanische Geräte erforderlich ist.
ATEX-Zonen für Gase, Dämpfe und Nebel (Zone 0, 1, 2)
1. Zone 0 – Ein Bereich, in dem eine explosionsfähige Gasatmosphäre ständig oder über längere Zeiträume vorhanden ist (z. B. in einem Kraftstofftank).
- Ausrüstungsanforderung: Die Ausrüstung muss das höchste Schutzniveau bieten (Kategorie 1).
2. Zone 1 – Ein Bereich, in dem während des normalen Betriebs gelegentlich eine explosionsfähige Gasatmosphäre auftreten kann (z. B. um eine Pumpendichtung).
- Ausrüstungsanforderung: Die Ausrüstung muss ein hohes Maß an Schutz bieten (Kategorie 2).
3. Zone 2 – Ein Bereich, in dem im Normalbetrieb wahrscheinlich keine explosionsfähige Gasatmosphäre auftritt und wenn doch, dann nur für kurze Zeit (z. B. in der Nähe eines Ventilflansches).
- Ausrüstungsanforderung: Die Ausrüstung muss ein grundlegendes Schutzniveau bieten (Kategorie 3).
ATEX-Zonen für Staub (Zone 20, 21, 22)
1. Zone 20 – Ein Bereich, in dem brennbarer Staub ständig oder häufig in ausreichenden Mengen vorhanden ist, um ein explosionsfähiges Gemisch zu bilden (z. B. in einem Silo).
- Ausrüstungsanforderungen: Ausrüstung der Kategorie 1D ist erforderlich.
2. Zone 21 – Ein Bereich, in dem im Normalbetrieb gelegentlich brennbarer Staub auftritt (z. B. in der Nähe eines Förderbandes).
- Ausrüstungsanforderungen: Ausrüstung der Kategorie 2D ist erforderlich.
3. Zone 22 – Ein Bereich, in dem brennbarer Staub im Normalbetrieb wahrscheinlich nicht auftritt und, wenn doch, nur für kurze Zeit vorhanden ist (z. B. in der Nähe einer Absackstation).
- Ausrüstungsvoraussetzung: Ausrüstung der Kategorie 3D ist ausreichend.
Geeignete Motortypen für ATEX-Zonen
Motoren, die in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden, müssen so ausgelegt sein, dass Zündquellen ausgeschlossen sind. Die Auswahl hängt von der ATEX-Zone und der Art der explosionsfähigen Atmosphäre (Gas oder Staub) ab.

1. Explosionsgeschützte Motoren (Druckfeste Kapselung – Ex d)
- Prinzip: Begrenzt jegliche interne Explosion und verhindert, dass diese die umgebende Atmosphäre entzündet.
- Geeignet für: Zone 1 (Gase) und Zone 21 (Staub).
- Merkmale: Robuste Konstruktion, Flammenwege zur Kühlung austretender Gase.
2. Motoren mit erhöhter Sicherheit (Ex e)
- Prinzip: Verhindert Funken, Lichtbögen oder übermäßige Temperaturen unter Normal- und Fehlerbedingungen.
- Geeignet für: Zone 1 (Gase) und Zone 21 (Staub).
- Eigenschaften: Verstärkte Isolierung, Temperaturkontrolle.
3. Funkenfreie Motoren (Ex nA)
- Prinzip: Entwickelt, um Funken und heiße Oberflächen im Normalbetrieb zu verhindern.
- Geeignet für: Zone 2 (Gase) und Zone 22 (Staub).
- Merkmale: Für seltene Ereignisse ist kein besonderer Schutz erforderlich.
4. Druckbeaufschlagte Motoren (Ex p)
- Prinzip: Verwendet saubere Luft oder Inertgas, um zu verhindern, dass explosionsfähige Atmosphären in das Motorgehäuse gelangen.
- Geeignet für: Zone 1 und Zone 2 (Gase), Zone 21 und Zone 22 (Staub).
- Merkmale: Erfordert ein kontinuierliches Spülsystem.
5. Eigensichere Motoren (Ex i)
- Prinzip: Begrenzt die elektrische Energie, um eine Entzündung zu verhindern.
- Geeignet für: Zone 0, 1, 2 (Gase), Zone 20, 21, 22 (Staub).
- Merkmale: Geringer Stromverbrauch, wird häufig mit Steuerkreisen verwendet.
6. Gekapselte Motoren (Ex m)
- Prinzip: Versiegelt elektrische Komponenten in Harz, um den Kontakt mit explosionsgefährdeten Atmosphären zu verhindern.
- Geeignet für: Zone 1 (Gase) und Zone 21 (Staub).
- Eigenschaften: Hohe Zuverlässigkeit, resistent gegen Umwelteinflüsse.
Wichtige Überlegungen bei der Auswahl von Motoren für ATEX-Zonen
1. Temperaturklassifizierung (T-Rating) – Motoren dürfen die Zündtemperatur des gefährlichen Stoffes nicht überschreiten.
2. Kompatibilität der Gasgruppen – Verschiedene Gase (z. B. Methan, Wasserstoff) haben unterschiedliche Zündrisiken.
3. Staubzündungsschutz – Motoren müssen das Eindringen von Staub und Überhitzung verhindern.
4. Zertifizierungskonformität – Stellen Sie sicher, dass die Motoren ATEX, IECEx oder andere regionale Standards erfüllen.
Abschluss
Die Auswahl des richtigen Motors für ATEX-Zonen ist für die Sicherheit und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften von entscheidender Bedeutung. Durch das Verständnis der Klassifizierung von Gefahrenbereichen (Zone 0/1/2 für Gase und Zone 20/21/22 für Staub) können Ingenieure Motoren mit geeigneten Schutzmethoden wie Explosionsschutz, erhöhter Sicherheit oder Eigensicherheitskonstruktionen auswählen. Durch die richtige Auswahl werden Explosionsrisiken minimiert und ein zuverlässiger Betrieb in gefährlichen Umgebungen gewährleistet.
Beziehen Sie sich bei der Spezifikation von Motoren für explosionsgefährdete Bereiche immer auf die neuesten ATEX-Richtlinien und konsultieren Sie Sicherheitsexperten.
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